Gedächtnis
Wofür
Das Gedächtnis hält fest, was ein Sprachmodell über dich weiß: wer du bist, woran du arbeitest, wie du arbeitest und was es noch fragen wollte. Jeder Eintrag ist ein einzelner Satz. Ein Modell kann so einen Satz anhängen, ohne den Rest neu zu schreiben, und du kannst einen einzelnen Satz ändern oder streichen.
Meist schreibt ein Modell hier, etwa der Begleiter im Gespräch. Du kannst aber auch selbst Einträge festhalten, Fragen beantworten und alles streichen, was nicht stimmt.
Weg und Rahmen
Du findest das Gedächtnis unter der Adresse Gedächtnis. Jeder Abschnitt hat eine eigene Adresse, etwa /memories?a=fragen für die offenen Fragen.
Das Gedächtnis ist ein eigener Bereich und für neue Konten an. Du schaltest es in den Einstellungen unter Bereiche aus und wieder an.
Damit der Begleiter dein Gedächtnis lesen und darin schreiben darf, musst du einmal ausdrücklich einwilligen. Gefragt wirst du im Begleiter; widerrufen kannst du in den Einstellungen unter Lernen in der Gruppe „Tagebuch und Gedächtnis im Begleiter“. Der Widerruf gilt ab der nächsten Frage.
Was man sieht
Rundgang über den Schirm
- Oben stehen der Titel „Gedächtnis“ und das Suchfeld „In den Einträgen suchen…“.
- Darunter sechs Reiter, jeder mit einem eigenen Zeichen.
- Darunter die Einträge des gewählten Reiters, ein Satz je Zeile.
- Neben jedem Satz steht klein, woher er kommt und wann er entstand.
Genauer: die sechs Reiter
- Kontext steht zuoberst und ist beim Öffnen gewählt. Das sind die wichtigsten Dinge über dich; der Begleiter liest sie bei jeder Frage mit und hält sie im Gespräch aktuell.
- Kurzprofil: was über dich als Person festgehalten ist.
- Themen: Stichworte, die über ein einzelnes Gespräch hinaus wichtig sind.
- Muster: wie du arbeitest, nur aus dem, was du selbst gesagt hast.
- Offene Fragen: was ein Modell wissen wollte und nicht erfahren hat. Über der Liste steht „Deine Antwort steht danach bei der Frage und wird beim nächsten Gespräch mitgelesen.“ Gibt es offene und beantwortete Fragen, stehen sie in zwei Gruppen, etwa „3 offene Fragen“ und „5 beantwortete Fragen“.
- Verlauf: was sich am Gedächtnis geändert hat.
Ein leerer Reiter erklärt in einem Satz, was ihn füllt. Hat das Gedächtnis noch gar keinen Eintrag, fehlt das Suchfeld.
Genauer: was an einer Zeile steht
Der Satz selbst, darunter die Herkunft: „im Gespräch gelernt“, „von Hand“ oder „beim Import übernommen“, dazu das Datum. Hat der Begleiter die Zeile geschrieben, steht dort zum Beispiel „vom Begleiter, bei „Freie Frage“ in Studium am 29.09.2026“. Wurde sie später an einem anderen Tag geändert, folgt „geändert“ mit dem Datum.
Dazu können Marken kommen, jede mit einem Wort und einem Zeichen:
- sensibel: ein heikler Satz, mit Rand in der Warnfarbe. Sensible Zeilen sieht nur, wer die Berechtigung dafür hat; ohne sie fehlen sie ganz.
- gilt bis …: die Zeile hat eine Frist.
- seit … abgelaufen: die Frist ist vorbei. Die Zeile bleibt stehen und trägt einen roten Rand.
- beantwortet: bei einer Frage, mit der Antwort eingerückt darunter.
- neu: der Begleiter hat die Zeile seit deinem letzten Besuch geschrieben.
Widersprechen sich zwei Sätze vielleicht, steht unter dem einen der andere eingerückt, mit dem Grund. Das prüft eine einfache Regel über Wörtern, kein Modell; sie ändert nichts, sie zeigt nur hin. Verglichen werden Kurzprofil und Muster.
Genauer: der Hinweis auf Neues
Hat der Begleiter seit deinem letzten Besuch etwas geschrieben, steht oben ein ruhiger Kasten, etwa „Neu seit deinem letzten Blick: 3 Einträge vom Begleiter“, darunter je Reiter die Zahl, etwa „Kontext: 2“. Ein Klick auf einen Reiter führt dorthin.
Gesehen heißt geöffnet: Beim nächsten Besuch sind die Marken weg. Was du selbst änderst, gilt nie als neu.
Genauer: die Filter
Über der Liste steht eine Filterleiste, sobald es etwas zu unterscheiden gibt: nach Herkunft, nach Gültigkeit (unbefristet, befristet, abgelaufen), nach dem Begleiter („neu seit deinem letzten Blick“, „vom Begleiter“, „nicht vom Begleiter“) und bei den offenen Fragen nach Stand (offen, beantwortet). Hinter jedem Wert steht, wie viele Zeilen er trifft. Ein Filter erscheint erst, wenn es mehr als einen Wert gibt.
Was man tun kann
Ich will …
… eine offene Frage beantworten
- Öffne den Reiter Offene Fragen.
- Drück unter der Frage auf Antworten.
- Schreib deine Antwort in das Feld Deine Antwort.
- Drück Antworten. Die Antwort steht eingerückt unter der Frage, und die Frage zählt jetzt zu den beantworteten.
Willst du eine Antwort ändern, drück Antwort ändern und dann Antwort speichern.
… selbst etwas festhalten
- Öffne den Reiter, in den der Satz gehört, etwa Kontext.
- Drück oben Neu. Ist der Reiter leer, heißt der Knopf Ersten Eintrag festhalten.
- Schreib den Satz in Was festgehalten wird. Unter Abschnitt steht schon der offene Reiter; du kannst einen anderen wählen.
- Soll der Satz nur eine Zeit lang gelten, trag unter Gilt bis (leer = unbefristet) einen Tag ein. Der Satz gilt dann bis zum Ende dieses Tages.
- Drück Eintrag festhalten. Die Zeile trägt die Herkunft „von Hand“.
… einen Satz berichtigen
- Klick auf den Satz selbst. Darunter klappt ein Formular auf.
- Ändere den Text, den Abschnitt oder die Frist.
- Drück Speichern.
… einen Satz streichen
- Drück an der Zeile Streichen.
- Bestätige mit ja, weg, oder nimm es mit doch nicht zurück.
Der Satz liegt dann dreißig Tage im Papierkorb und lässt sich dort zurückholen.
… eine abgelaufene Frist verlängern
- Drück unter der abgelaufenen Zeile Frist verlängern.
- Wähl eine Stufe, etwa „um einen Monat (bis …)“, oder unbefristet, wenn der Satz gar keine Frist braucht.
Gezählt wird ab heute, nicht ab der alten Frist.
Hinweis: Mit + Kontext an einer Zeile gibst du genau diesen Satz der nächsten Frage an den Begleiter mit; dort erscheint er als Chip. Im Kontext × nimmt ihn wieder heraus. Der Knopf steht nur da, wenn du den Begleiter hast, und der Satz geht nur hinaus, wenn du eingewilligt hast.
Woher die Daten kommen
Einträge entstehen auf drei Wegen: ein Modell schreibt sie im Gespräch, du schreibst sie von Hand, oder sie kommen aus einem Import. Ein angebundenes Sprachmodell (MCP) kann das Gedächtnis lesen, schreiben und Einträge streichen.
Der Begleiter liest bei jeder freien Frage, jedem „Erklär mir das“ und jedem Angebot der Eule die Reiter Kontext und Kurzprofil mit, ohne abgelaufene und gestrichene Zeilen. Themen, Muster, offene Fragen und Verlauf gehen nicht pauschal mit.
Selbst schreiben darf der Begleiter nur im Reiter Kontext und nie an einer sensiblen Zeile. In der freien Frage schreibt er sofort und sagt unter der Antwort, was sich geändert hat. Bei allen anderen Anlässen legt er nur einen Vorschlag an, den du im Begleiter bestätigst.
Lädt Denotato gerade nicht, siehst du den zuletzt gelesenen Stand mit einer Zeile darüber, seit wann er steht. Einen Eintrag, den du in dieser Zeit schreibst, nimmt Denotato nicht an.
Das Gedächtnis kommt mit, wenn du in den Einstellungen unter Deine Daten alles herunterlädst; dort lässt es sich auch einzeln als CSV oder Markdown mitnehmen.
Was fehlt
- Nichts erinnert dich an eine ablaufende Frist; du siehst es erst, wenn du das Gedächtnis öffnest.
- Frist verlängern steht erst an einer schon abgelaufenen Zeile, nicht vorher. Verlängert wird in festen Stufen; einen bestimmten Tag trägst du im Formular ein.
- Eine Frist ist nur ein Tag. „Bis Semesterende“ musst du selbst in ein Datum übersetzen.
- Die offenen Fragen melden sich nicht; sie warten, bis du nachsiehst.
- Ein Satz über einen Menschen kennt die Person in Personen nicht.
- Was vorher in einem geänderten Satz stand, zeigt das Gedächtnis nicht.
- Der Widerspruchs-Hinweis kennt Wörter, keine Bedeutung, und vergleicht höchstens 500 Zeilen. Wird gekappt, steht das über der Liste.
- Die beantworteten Fragen lassen sich weder ordnen noch zuklappen.